Sozialgenossenschaften
Selbsthilfe und Solidarität
Sozialgenossenschaften setzten wie Arbeitsgenossenschaften auf Eigeninitiative und Selbsthilfe. Doch fördern sie im Gegensatz zu allen anderen Genossenschaften nicht nur ihre Mitglieder sondern auch Nichtmitglieder.
Besondern aber arbeiten sie im Interesse von benachteiligten Gesellschaftsgruppen, deren soziale Integration sie sich zum Ziel setzen.
Die Integration der benachteiligten Menschen wird in den Sozialgenossenschaften des Typ a) durch Dienstleistungen im Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Erziehungsbereich angestrebt, in den Sozialgenossenschaften des Typ b) durch die Schaffung von Arbeitsplätzen für benachteiligte Personen.
Soziale Genossenschaften entstehen häufig als konkrete Antwort auf spezifische Bedürfnisse der Gesellschaft und bilden eine wichtige Ergänzung zu den öffentlichen Einrichtungen (Welfare Mix). Da sie nicht nur im Interesse ihrer Mitglieder arbeiten, schaffen sie es meist, auch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu finden. Sozialgenossenschaften verbinden also den Genossenschaftsgedanken mit dem Solidaritätsgedanken des Ehrenamts und sind als ONLUS-Organisationen anerkannt.

